6 Versicherungstipps zum Jahreswechsel: Darauf musst du als Verbraucher jetzt achten

Das neue Jahr steht kurz bevor. Für 69 Millionen Versicherungsnehmer in Deutschland heißt das auch, sich 2019 auf zahlreiche Neuerungen einzustellen. Denn es treten wieder gesetzliche Änderungen in Kraft, die sich auch auf das Versicherungsportfolio der Deutschen auswirken. Betriebliche Altersvorsorge, Familienentlastungsgesetz und Pflegeversicherung – als Verbraucher kannst du 2019 teils mehr Geld erwarten, solltest aber auch einige Verträge auf den Prüfstand stellen. 6 Versicherungstipps zum Jahreswechsel. Darauf musst du als Verbraucher jetzt achten:

Drei Änderungen bescheren dir ein volleres Portemonnaie:

1. Betriebliche Altersvorsorge: 15 Prozent Arbeitgeberzuschuss

Wer ab dem 01.01.2019 in die betriebliche Altersvorsorge (bAV) investiert, profitiert von 15 Prozent Arbeitgeberzuschuss. Für alle neu abgeschlossenen bAV-Verträge zur Entgeltumwandlung ist dieser Prozentsatz verpflichtend. Das bedeutet für dich als Arbeitnehmer: Das Nettogehalt wird weniger belastet und die Sparbeträge bleiben gleich.

CLARK Experten-Tipp: „Mit der betrieblichen Altersvorsorge für den Ruhestand vorsorgen lohnt sich jetzt besonders! Informiere dich bei deinem Arbeitgeber über Möglichkeiten und sucht gemeinsam nach konkreten Lösungen. Auch wenn der eigene Arbeitgeber noch keine betriebliche Altersvorsorge anbietet, gibt es bereits attraktive digitale Lösungen am Markt, die du als Arbeitnehmer nutzen kannst.“

2. Gesetzliche Krankenversicherung: Mehr Netto vom Brutto

Mehr Geld gibt es auch in der gesetzlichen Krankenversicherung. Das Inkrafttreten des Versichertenentlastungsgesetz führt zu einer Erhöhung des Nettoeinkommens. Denn ab 01.01.2019 sollen die Beiträge wieder zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Versicherten getragen werden. Der Zusatzbeitrag der Krankenkassen wird damit nicht mehr komplett, sondern nur noch zur Hälfte von den Versicherten an die Krankenkasse abgeführt. Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung wird für das Jahr 2019 auf 0,9 Prozent abgesenkt.

CLARK Experten-Tipp: „Noch mehr zu holen gibt es für dich, wenn du regelmäßig die Leistungen deiner Krankenkasse überprüfst. Denn zahlreiche Krankenkassen senken zum Jahreswechsel ihre Beiträge. Als Arbeitnehmer kannst du durch einen Anbieterwechsel schnell 200 Euro und mehr pro Jahr sparen. Dabei solltest du aber nicht nur auf den Preis, sondern auch auf angebotene Benefits achten. Wenn beispielsweise Zusatzleistungen wie Vorsorgeuntersuchungen oder der Fitnessstudio-Beitrag übernommen werden, kann sich das am Ende richtig lohnen.“

 3. Familienentlastungs-Gesetz: Mehr Geld für Familien

Das Familienentlastungsgesetz kommt! 2019 profitieren Familien von den hohen Steuereinnahmen der guten Konjunktur und werden vermehrt entlastet. Zum einen wird das Kindergeld um zehn Euro monatlich angehoben. Zum anderen plant die Bundesregierung, auch den steuerlichen Kinderfreibetrag zu erhöhen. Er soll in zwei gleichen Teilen zum 01.01.2019 und zum 01.01.2020 um jeweils 192 Euro steigen. So erhöht er sich im Jahr 2019 von 7.428 Euro auf 7.620 Euro und im Jahr 2020 dann weiter auf 7.812 Euro.

CLARK Experten-Tipp: „Vorteile können Familien beispielsweise auch aus der Riester-Förderung ziehen, wenn einer der Partner den Mindestbetrag von vier Prozent seines rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens einzahlt: So gibt es eine Kinderzulage von 185 Euro für Kinder, die vor 2008 geboren wurden, und 300 Euro für Kinder, die 2008 oder später zur Welt kamen. Auch Hausfrauen oder -männer, die selbst nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, sind über den Ehepartner förderberechtigt und erhalten bereits die volle Zulage in Höhe von 175 Euro pro Jahr, wenn sie den jährlichen Sockelbetrag in den eigenen Vertrag einzahlen.“

Bei diesen drei Änderungen musst du aufpassen:

 1. Private Krankenversicherung: Mehr auf dem Lohnzettel nötig

Wer 2019 in die private Krankenversicherung wechseln will, hat es schwerer. Die Versicherungspflichtgrenze wird von bislang 59.400 Euro um rund ein Prozent auf 60.750 Euro angehoben. Damit musst du im Jahr 2019 deutlich mehr Bruttoverdienst auf dem Lohnzettel nachweisen.

CLARK Experten-Tipp: „Wichtig ist, beim Bruttoverdienst auch Abzüge durch beispielsweise eine betriebliche Altersvorsorge einzukalkulieren. Erst ab einem jährlichen Bruttogehalt von rund 65.000 Euro ergibt der Eintritt in die private Krankenversicherung Sinn. Als Verbraucher, der bereits privat krankenversichert ist, solltest du dringend prüfen, ob dein Bruttogehalt 2019 ausreicht, um in der Versicherung zu verbleiben.“

 2. Pflegeversicherung: Beiträge sollen steigen

In der Pflegeversicherung kommt es zu einer Beitragssteigerung – voraussichtlich um 0,3 Prozent. Begründung ist, dass in der Pflegeversicherung mehr Geld benötigt wird, um dem bestehenden Pflegenotstand entgegenzuwirken. Als Arbeitnehmer mit Kind musst du bald 2,85 Prozent deines Bruttoeinkommens an die Pflegekasse abgeben. Da die Kosten zur Hälfte vom Arbeitgeber getragen werden, zahlst du demnach bald 1,425 Prozent statt bisher 1,275 Prozent.

CLARK Experten-Tipp: „Auch wenn die Beiträge steigen, reichen die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung in der Regel nicht aus, um einem eventuellen Pflegefall ausreichend vorzusorgen. Je nach Pflegestufe kann es eine Finanzierungslücke von bis zu 2.000 Euro geben. Diese solltest du durch den Abschluss einer privaten Pflegeversicherung schließen.“

3. Kfz-Versicherung: Höhere Versicherungsprämien

Für rund 5,5 Millionen Autofahrer wird 2019 die vom GDV berechnete Regionalklasse teurer. Die Hochstufung kann für viele Versicherte zu höheren Kfz-Versicherungsprämien führen.

CLARK Experten-Tipp: „Bei Kfz-Versicherungen gibt es viele Möglichkeiten zu sparen. Die wichtigsten Faktoren bei der Berechnung der Beitragshöhe sind die Schadensfreiheitsklasse, Fahrzeugtyp und -alter, voraussichtliche gefahrene Kilometerzahl sowie der Personenkreis, der das Auto (mit)nutzt. Bis zu 600 Euro pro Jahr kannst du so durch einen Tarifwechsel sparen. Wer mit seinem Neuwagen auf Nummer sicher gehen möchte, sollte eine Vollkaskoversicherung abschließen.“

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